
Volle Praxen – lange Wartezeiten
Psychische Gesundheit ist kein Bonus des Arbeitgebers und kein Thema für Wartelisten.
Katrin Monsior über Verantwortung, Systemgrenzen und warum
Ich sehe viele Dinge die heutzutage angeboten werden sehr kritisch und finde sie unnötig. Oder haben Dir Deine ganzen Selbstfindungsbücher bis jetzt wirklich geholfen?
Die meisten Unternehmen haben das Budget nicht, um sich um die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu kümmern. Wenn du dich nur darauf Ausruhst, was dein Arbeitgeber für dich machen kann, hast du schon verloren. Wenn du dich darauf ausruht, wohin sich dein Arzt überweisen kann, hast du schon verloren. Du landest auf deiner Warteliste. Und das auch nicht für kurze Zeit.
Praxen für Psychotherapie, Psychologie sind in den meisten Fällen voll, da die Behandlungszeit einfach unglaublich lange ist. Und in den meisten Fällen noch nicht mal wirklich viel Verbesserung herrscht. Dadurch kommen einfach so wenig Leute nach.
Die meisten Unternehmen haben weder das Budget noch die Strukturen, um sich ernsthaft um die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeitenden zu kümmern.
Und wenn du dich darauf ausruhst, was dein Arbeitgeber für dich tun kann – hast du schon verloren.
Wenn du dich darauf verlässt, wohin dich dein Arzt überweisen kann – hast du auch verloren.
Du landest auf einer Warteliste.
Und die ist selten kurz.
Psychotherapiepraxen sind voll.
Psychologische Versorgung ist knapp.
Wartezeiten von mehreren Monaten sind eher Regel als Ausnahme.
Nicht, weil Therapeutinnen und Therapeuten ihren Job schlecht machen.
Sondern weil das System auf Reparatur statt Prävention ausgelegt ist.
Menschen kommen erst dann, wenn es nicht mehr geht.
Wenn der Körper streikt.
Wenn die Psyche kollabiert.
Und dann wundern wir uns, dass es lange dauert.
Viele Menschen warten.
Auf den Arbeitgeber.
Auf den Arzt.
Auf die richtige Diagnose.
Auf den Termin, der alles besser machen soll.
Aber mentale Stabilität funktioniert nicht wie ein Rezept.
Du bekommst sie nicht verschrieben.
Und du kannst sie nicht outsourcen.
Wer seine psychische Gesundheit vollständig delegiert,
macht sich abhängig von einem System, das dafür nicht gebaut ist.
Das ist hart – aber ehrlich.
Selbst wenn Menschen endlich einen Therapieplatz bekommen,
ist die Erwartung oft:
„Jetzt macht jemand anderes mich wieder ganz.“
Doch echte Veränderung ist kein externer Eingriff.
Sie ist ein innerer Prozess.
Langsam.
Unbequem.
Eigenverantwortlich.
Therapie kann begleiten.
Aber sie kann dir die Arbeit nicht abnehmen.
Und genau deshalb erleben viele Menschen kaum nachhaltige Verbesserung:
Sie warten auf Heilung,
statt Verantwortung zu übernehmen.
Psychische Stabilität entsteht nicht erst im Behandlungszimmer.
Sie entsteht im Alltag.
In der Art, wie du mit Stress umgehst.
Wie du Grenzen setzt.
Wie du fühlst – oder eben nicht.
Wie du Verantwortung für dich übernimmst, bevor es brennt.
Das ist kein Vorwurf.
Das ist eine Einladung.
Nicht alles liegt in deiner Hand.
Aber mehr, als du glaubst.
Warte nicht auf den perfekten Moment.
Warte nicht auf den richtigen Termin.
Warte nicht darauf, dass jemand anderes dich ernst nimmt.
Beginne dort, wo du bist.
Mit dem, was da ist.
Mit dir.
Mentale Gesundheit ist kein Projekt für später.
Sie ist eine tägliche Praxis.
Ja, das System ist überlastet.
Ja, Unternehmen stoßen an Grenzen.
Ja, Wartezeiten sind real.
Aber wenn du dein inneres Gleichgewicht davon abhängig machst,
hast du bereits Macht abgegeben.
Niemand wird kommen, um dich zu retten.
Und genau das ist deine größte Chance.
Denn Veränderung beginnt nicht im System.
Sie beginnt bei dir.
Variante A – Persönlich:
👉 Wenn du merkst, dass Warten dich müde macht –
dann ist es Zeit, selbst loszugehen.
➡️ Coaching: Mentale Selbstführung statt Warteliste.
Variante B – Für Unternehmen:
💡 Seminar: Mentale Eigenverantwortung im Arbeitsalltag
Wie Mitarbeitende stabil bleiben, auch wenn das System an seine Grenzen kommt.

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